ZAHLEN ZUM TAG. Nicht nur höchste Förderung, sondern auch mit Abstand größtes Vermögen.
Zwar ist es die FPÖ gewesen, die 2019 zusammen mit der ÖVP eine jährliche automatische Anpassung der Parteienförderung beschlossen hat, Populisten wie Herbert Kickl hindert das jedoch nicht, heute eine Aussetzung zu verlangen. Wobei: Seiner Partei tut eine solche am wenigsten weh.
Seit die FPÖ bei der Nationalratswahl 2024 auf Platz eins gekommen ist, erhält sie auch die höchste Förderung. Noch besser aus ihrer Sicht: Sie verfügt auch über das mit Abstand größte Vermögen. Laut Rechenschaftsbericht belief sich das Reinvermögen zum 31. Dezember 2024 auf 6,4 Millionen Euro. Es setzte sich vor allem aus Bankguthaben zusammen. Die Verbindlichkeiten waren gering.
Nachvollziehbarerweise Vorbehalte gegen eine Nichtanpassung angemeldet haben in den vergangenen Wochen ÖVP und SPÖ: Sie sind verschuldet. Bei der SPÖ belief sich das Reinvermögen Ende 2024 auf knapp minus zwei, bei der ÖVP gar auf minus 9,4 Millionen Euro. Sie hat infolge der massiven Verluste bei der Nationalratswahl auch den größten Einbruch bei der Förderung erlitten. Mittlerweile hat sie dennoch eingelenkt. Parteichef, Kanzler Christian Stocker kündigte am Tag vor der Budgetrede des Finanzministers an, dass es 2027 und 2028 zu keiner Erhöhung von Parteien-, aber auch der Klub- und der Akademienförderung kommen werde.
