Ältere pro Wehrpflicht

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ZAHLEN ZUM TAG. Wenn es nach den Jüngeren gegangen wäre, wäre 2013 ein Berufsheer eingeführt worden.

Der Wehrdienst ist und bleibt eine Generationsfrage: Vor allem Ältere, die davon weniger oder gar nicht mehr betroffen sind, finden heute, dass eine Verlängerung notwendig ist. Jünger sehen das anders.

Und so war auch schon bei der Volksbefragung 2013 das Wahlverhalten extrem unterschiedlich, wie das Sozialforschungsinstitut „Foresight“ damals feststellte: Insgesamt waren 60 Prozent der Österreicherinnen und Österreich für die Wehrpflicht. Den Ausschlag für das klare Ergebnis gaben Ältere: Bei den ab 60-Jährigen stimmten 63 Prozent der Frauen und ganze 79 Prozent der Männer dafür.

Bei den Jüngeren war’s umgekehrt: Da gab es eine Mehrheit für ein Berufsheer. Bei den bis 29-jährigen Männern sprachen sich 59 Prozent, bei den gleichaltrigen Frauen ganze 72 Prozent für ein solches aus.

„Sicherheit“ war damals übrigens kein entscheidendes Motiv. Die meisten Befürworter der Wehrpflicht fanden, der Zivildienst solle erhalten werden (74 Prozent) und es handle sich um einen wichtigen Beitrag der Jugend (70). Bei den Unterstützern eines Berufsheeres erklärten je 65 Prozent, ein solches wäre zeitgemäß und der Wehrdienst koste jungen Männern unnötig Zeit.

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