Rote und türkise Firmengeflechte

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ZAHLEN ZUM TAG. Die beiden Parteien halten zusammen 93 Beteiligungen an Unternehmen, die nicht zuletzt von öffentlichen Aufträgen leben.

Es ist wohl ein Überbleibsel aus alten Zeiten: ÖVP und SPÖ halten zusammen ganze 93 Unternehmensbeteiligungen, wie der Website des Rechnungshofes zu entnehmen ist. Bemerkenswert: Diese Unternehmen leben nicht zuletzt auch von öffentlichen Aufträgen. Und: Für alle anderen Parteien sind null Beteiligungen ausgewiesen.

Die SPÖ kommt auf 49 Unternehmensbeteiligungen. Darunter die Café Gloriette Betriebs GmbH, die gemeinnützige Sozialbau Wohnungsaktiengesellschaft (Generaldirektor: Ex-Kanzleramtsminister Josef Ostermayer) und der Leykam Verlag mit seinen Töchtern (z.B. Druckerei). Die ÖVP hält 44 Beteiligungen. Von der Druckerei Agensketterl über den Ärzte- und den Agrarverlag bis zur oberösterreichischen „Life Radio GmbH“.

Der Ausmaß der Beteiligungen ist nicht angeführt. Veröffentlicht ist dagegen auf der Website des Rechnungshofes das Ausmaß der Rechtsgeschäfte, die die Unternehmen mit öffentlichen Rechtsträgern tätigen. Zwei Beispiele: Die „Leykam Druck GmbH & Co KG“ (SPÖ) kam im Jahr 2016, auf das sich die aktuellsten Angaben beziehen, auf ein Gesamtvolumen von 5,6 Millionen Euro. 1,7 Millionen Euro davon entfielen auf der Kärntner KELAG. Der Ärzteverlag (ÖVP) erreichte ein Volumen von 4,7 Millionen Euro. 1,9 Millionen Euro davon kamen von der niederösterreichischen Landeskliniken Holding.

 

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2 Kommentare
  1. Franky1234 4 Monaten ago

    Ein wenig … Substanz … würde dem Artikel nicht schaden. Wie genaue Auflistungen und warum denn Firmenbeteiligungen schlecht sein sollen.

    Reply
    • Johannes Huber 4 Monaten ago

      Sehr geehrter Herr Franky 1234,

      da haben wir leider ein österreichisches Problem: Genaueres Auflistungen insbesondere über das Ausmaß der Beteiligungen sind nicht möglich > diesbezüglich mangelt es an Transparenz. Zum grundsätzlichen Problem der Beteiligungen folgt gerne ein Text.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Johannes Huber

      Reply

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