ZAHLEN ZUM TAG. Bei Nationalrats-, Landtags- und Gemeinderatswahlen ist das Ergebnis, aber auch die Beteiligung extrem unterschiedlich.
Das Ergebnis der jüngsten Gemeinderatswahl in Graz darf nicht darüber hinwegtäuschen: Die Stadt tickt politisch nicht immer so. Bei der Nationalratswahl vor eineinhalb Jahren ist die KPÖ beispielsweise auf sechs und bei der Landtagswahl kurz darauf auf zehn Prozent gekommen. Jetzt hat sie vor allem auch dank Bürgermeisterin Elke Kahr ein Vielfaches davon erreicht: 36 Prozent.
Bei der National- und der Landtagswahl lag nicht die KPÖ vorne, sondern taten dies drei andere Parteien praktisch gleichauf: SPÖ, ÖVP und FPÖ in einem Bereich von jeweils 20 bis 22 Prozent. Bei der Gemeinderatswahl kam die ÖVP jetzt mit 25 Prozent auf etwas mehr, mussten sich umgekehrt Freiheitliche (zwölf) und Sozialdemokraten (sechs Prozent) mit deutlich weniger begnügen.
Die Grünen kamen bei allen drei Urnengängen auf einen ähnlich großen Stimmenanteil (14 bis 16 Prozent), die Neos hingegen bei der Gemeinderatswahl mit fünf Prozent nur auf einen gut halb so großen wie bei der Nationalrats- und der Landtagswahl.
Erheblich sind auch die Unterschiede bei der Wahlbeteiligung: Bei den letzten beiden Nationalratswahlen lag sie in Graz bei gut drei Viertel, bei den Gemeinderatswahlen hingegen bei kaum mehr als der Hälfte. Bei Landtagswahlen belief sie sich zuletzt auf zwei Drittel und davor auf 60,5 Prozent.

