Sterbende City

-

ZAHLEN ZUM TAG. Wien-Innere Stadt war im vergangenen Jahr der Bezirk mit dem größten Bevölkerungsrückgang österreichweit.

Wien wächst nicht überall. In der Inneren Stadt, dem 1. Bezirk, lebten Anfang 2026 nur noch 15.893 Personen. Das waren um 2,4 Prozent weniger als im Jahr davor um diese Zeit. Das ist ein massier Rückgang – auf Bezirksebene handelte es sich um den mit Abstand größten österreichweit, wie Daten der Statistik Austria zu entnehmen ist.

Den nächstgrößten Rückgang verzeichnete Murau in der Steiermark mit 0,9 Prozent, knapp gefolgt von Bruck-Mürzzuschlag, ebenfalls in der Steiermark, mit 0,8 Prozent. Auch hier entspricht das einem längerfristigen Trend.

In der Wiener City hatte es zwischendurch, 2021 und 2022, allerdings schon einmal etwas weniger Einwohner gegeben. Sie stellt im Übrigen insofern einen Sonderfall dar, als die Abwanderung in ihrem Fall eher Ausdruck eines Transformationsprozesses ist. Vereinfacht ausgedrückt: An die Stelle von Wohnhäusern treten Hotels und Büros. In weiten Teilen Österreichs geht mit der Abwanderung ein umfassender Niedergang einher, bleiben oft leere Gebäude zurück.

dieSubstanz.at ist ausschließlich mit Ihrer Unterstützung möglich. Unterstützen Sie dieSubstanz.at gerade jetzt >

dieSubstanz.at – als Newsletter, regelmäßig, gratis

* erforderliche Angabe


Könnte Sie auch interessieren

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner