Anhaltendes Teuerungsproblem

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ZAHLEN ZUM TAG. Seit dreieinhalb Jahren ist die Inflationsrate in Österreich meist höher als in der EU insgesamt. Zuletzt sind hierzulande auch Spritpreise überdurchschnittlich stark gestiegen.

Vor allem jüngere Menschen in Österreich haben im Herbst 2022 ein Problem kennengelernt, das ihnen bis dahin unbekannt war: eine spürbare Teuerung. Die Inflationsrate ist damals auf bis zu 11,6 Prozent gestiegen.

Auffallend ist auch, dass sie hierzulande seither meist höher ist als in der EU insgesamt. Das zeigen Eurostat-Daten, die auf dem harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) basieren. Einzig im Herbst 2024 war sie hierzulande vorübergehend etwas niedriger.

Im vergangenen Jahr belief sich die Inflationsrate in Österreich auf bis zu 4,1 Prozent und in der EU insgesamt nur um gut zweieinhalb Prozent oder weniger. Auch zuletzt, im März, war sie in Österreich mit 3,1 Prozent etwas höher, betrug sie EU-weit 2,8 Prozent.

Das Ganze zeigt, wie hartnäckig ein Teuerungsproblem ist, das man sich einmal eingehandelt hat. Es frisst sich im Laufe der Zeit durch alle Bereiche durch: Hierzulande gab es im März etwa noch immer massive Preissteigerungen im Dienstleistungssektor. In der Gastronomie und in der Hotellerie lagen die Preise laut Statistik Austria um durchschnittlich 5,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Dazu kommt, dass die Spritpreise laut Eurostat überdurchschnittlich stark gestiegen sind. Europaweit wurde Diesel gegenüber Februar beispielsweise um 19,2 Prozent teurer, in Österreich jedoch um 23,8 Prozent.

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