ZAHLEN ZUM TAG. Noch immer wird in einem Drittel der österreichischen Haushalte mit fossilen Energieträgern geheizt. In vielen weiteren erfolgt dies indirekt – über Fernwärme.
Es ist nicht so, dass keine Energiewende läuft: Die Entwicklung primärer Heizsysteme in den österreichischen Haushalten zeigt dies eindrucksvoll. 2003/04 handelte es sich in den relativ meisten Haushalten um Heizöl (27 Prozent) oder Erdgas (26 Prozent), zusammen also mehr als der Hälfte.
Fernwärme verfügt heute über die größte Verbreitung. Ihr Anteil hat sich in den zwei Jahrzehnten beinahe verdoppelt, er beträgt 32 Prozent. Auf 14 Prozent fast verfünffacht hat sich jener von Solar und Wärmepumpen, verschwunden sind Kohle, Koks und Briketts.
Es folgt ein Aber, das auch im Zusammenhang mit den gerade steigenden Preisen relevant ist: Noch immer setzt ein Fünftel der Haushalte (20 Prozent) auf Erdgas und ein Neuntel (elf Prozent) auf Heizöl. Zusammen entspricht das gut einem Drittel. Indirekt handelt es sich um viel mehr: Bei Fernwärme ist ebenfalls Gas im Spiel.
„Wien Energie“ berichtete im vergangenen Sommer etwa: „Aktuell stammt gut die Hälfte der Wiener Fernwärme aus den Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Zur Spitzenabdeckung kommen außerdem Heizkraftwerke zum Einsatz. Diese Anlagen werden vorrangig mit Erdgas betrieben. Der Rest kommt aus industrieller Abwärme, Müllverbrennung, Biomasse und Erd- und Umgebungswärme.“
