ZAHLEN ZUM TAG. Die Finanzierung der Staatsschulden wird zu einem viel größeren Problem als in Hochzinsphasen der Vergangenheit.
Auf 8,3 Milliarden Euro belief sich der Zinsaufwand für Staatsschulden im vergangenen Jahr. Das ist Statistik-Austria-Daten zu entnehmen. Nominell war der Aufwand damit fast doppelt so hoch wie 2022. Damals betrug er 4,3 Milliarden Euro und war so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Gemessen an der Wirtschaftsleistung relativiert sich das Ganze ein Stück weit, handelte es sich Mitte der 1990er Jahre um vier Prozent und 2022, am Ende einer Niedrigzinsphase, um 0,9 Prozent, ehe es zu einem starken Anstieg auf vorerst 1,6 Prozent im vergangenen Jahr kam.
Die 1,6 Prozent mögen noch immer nach wenig klingen. Laut einer WIFO-Prognose wird der Anstieg jedoch anhalten und werden gegen das Jahr 2050 wieder vier Prozent erreicht sein. Was dann schwerwiegender wäre als in der Vergangenheit.
In den 1990er Jahren mögen die Zinsausgaben auch schon hoch gewesen sein und etwa jenen für Bildung entsprochen haben. Der Punkt ist jedoch, dass heute nicht nur sie stark zunehmen, sondern auch Ausgaben für Pensionen, Gesundheit und Pflege etwa.
