Budget wird nie saniert sein

-

ZAHLEN ZUM TAG. Vor allem demografieabhängige Ausgaben werden in den kommenden Jahren stark steigen.

Wenn das Budget saniert sei, werde man sich an eine Senkung der Steuer- und Abgabenquote machen, hat Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) in einem Interview mit der Gratiszeitung „Heute“ gerade versprochen. Ob er noch eine Gelegenheit bekommen wird, dafür zu sorgen, ist jedoch fraglich.

Prognosen von WIFO, aber auch Fiskalrat deuten darauf hin, dass das Budget wohl nie saniert sein wird. Jedenfalls nicht, so lange Hattmansdorfer und Co. zu keinen drastischen Einschnitten bei Pensionen, Pflege und Gesundheit schreiten werden: Gemessen am BIP werden die Ausgaben für Pensionen in den kommenden 25 Jahren um einen halben, jene für Pflege um etwas mehr als einen und die für Gesundheit um etwas mehr als eineinhalb Prozentpunkte steigen.

Diese Ausgaben werden neben jenen für Bildung und Familien, die zusammen leicht rückläufig sind, zu den demographieabhängigen Ausgaben gezählt. Größer als bei ihnen wird aus heutiger Sicht nur die Dynamik bei den Zinsen sein, die aufgrund einer steigenden Staatsverschuldung fällig werden.

dieSubstanz.at ist ausschließlich mit Ihrer Unterstützung möglich. Unterstützen Sie dieSubstanz.at gerade jetzt >

dieSubstanz.at – als Newsletter, regelmäßig, gratis

* erforderliche Angabe


Könnte Sie auch interessieren

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner