Bei Familien wird umgeschichtet

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BERICHT. Real viel weniger Beihilfe, aber Anreiz für beide Eltern, erwerbstätig zu sein.

In Bezug auf Familien trägt das Sparpaket weniger eine schwarze und mehr eine rot-pinke Handschrift. Auf der einen Seite werden monetäre Leistungen nicht nur heuer und im kommenden Jahr eingefroren, sondern auch 2028. Das ist neu – und es läppert sich zum Nachteil von Familien.

Beispiel: Geht man von der Familienbeihilfe und dem damit zusammenhängenden Kinderabsetzbetrag für einen Jugendlichen ab 19 aus, macht der Jahres-(Wert-)Verlust heuer bereits 117 Euro aus. Zu tun hat das damit, dass die Inflationsrate 2025 noch sehr hoch war (3,6 Prozent). Für heuer und das kommende Jahr ist man auf Prognosen angewiesen. Das Institut für Höhere Studien rechnet mit 2,9 und 2,4 Prozent Inflation. Das würde bedeuten, dass der Wertverlust in dem erwähnten Fall 2027 auf 215 und 2028 gar auf 298 Euro steigt. Bei einem drei- bis zehnjährigen Kind zum Beispiel klettert der Verlust auf bis zu 241 Euro.

Auf der anderen Seite ist eine Einschränkung des Familienbonus geplant. Damit ist aber ein Anreiz verbunden, dass beide Eltern erwerbstätig sind. Dass also die Mutter etwa nicht zu Hause beim Kind bleibt, wie man so sagt. Sind sie und der Vater bei einem über dreijährigen Kind erwerbstätig, sollen sie mehr haben vom Bonus. Parallel dazu sollen im Rahmen von Offensivmaßnahmen zusätzliche Mittel in den Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten bzw. Elementarpädagogik und Ganztagsschulen investiert werden.

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