Ausgerechnet in Wien

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ZAHLEN ZUM TAG. Die Bundeshauptstadt bietet sich nur begrenzt an für ein Pilotprojekt zur Gemeinsamen Schule. Auch wenn es um eine Alternative zur klassischen Variante geht.

Eine Modellregion für die Gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen ist nicht zu machen: In ÖVP-geführten Ländern wie Salzburg, Tirol und Vorarlberg ist das Interesse daran verloren gegangen und SPÖ-geführte haben sich nie sonderlich interessiert gezeigt daran. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) will nun gemeinsam mit Wien eine Alternative dazu angehen, die im Regierungsprogramm ebenfalls enthalten ist: Eine solche Schule der 10- bis 12-Jährigen, möglicherweise in Form einer sechsjährigen Volksschule.

Genaueres weiß man noch nicht. Wien eignet sich jedoch von vornherein nur begrenzt für eine Modellregion: Zum Wesen einer Gemeinsamen Schule gehört, dass sie von allen Kindern besucht wird; dass individuell auf sie eingegangen wird und sie auch voneinander lernen.

Für eine Modellregion anbieten würden sich daher Regionen, in denen sämtliche Mittelschulen und AHS-Unterstufen in Gemeinsame Schulen umgewandelt werden könnten. Das scheitert jedoch am Widerstand von ÖVP und FPÖ, die an Gymnasien festhalten, und ist wohl auch nicht für Wien vorgesehen.

Hier besuchen ähnlich viele 10- bis 14-Jährigen die Mittelschule oder die AHS-Unterstufe. Wobei es extreme Unterschiede nach Bezirken gibt: In der Josefstadt gehen von fünf Kindern vier ins Gymnasium, in der Brigittenau ist es genau umgekehrt; dort sind vier in der Mittelschule.

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