Ukraine-Krieg: Wirtschaftliche Folgen

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ZAHLEN ZUM TAG. In Österreich hängen 44.000 Jobs mit Exporten nach Russland, Belarus und in die Ukraine zusammen.

Das Institut für Höhere Studien hat versucht, wirtschaftliche Folgen der Ukraine-Krieges und auch der Sanktionen abzuschätzen. Grundlage sind zunächst die bestehenden Abhängigkeitsverhältnisse: Laut IHS stehen 1,14 Prozent der österreichischen Wertschöpfung und 1,08 Prozent der Arbeitsleistung in Zusammenhang mit direkten und indirekten Exporten nach Russland, Belarus und in die Ukraine. Das entspreche rund vier Milliarden Euro (Wertschöpfung) und rund 44.000 Jobs.

Bei den Jobs ist die Betroffenheit nach Bundesländern unterschiedlich: Absolut handelt es sich in Wien (8709) und Oberösterreich (8832) um die meisten, relativ jedoch in Vorarlberg (1,46 Prozent) und dem Burgenland (1,71 Prozent). Mit Abstand am kleinsten ist der Anteil in Kärnten (0,54 Prozent).

Die Folgen hängen naturgemäß von der Dauer des Krieges und der Sanktionen ab. Arbeitsplätze dürften zunächst nur in geringerem Ausmaß verloren gehen, zumindest solange die Erwartung besteht, dass die Krise bald vorbei ist bzw. Unterstützung zur Kurzarbeit gewährt wird, so das IHS in einem „Policy Brief“. Einzelne Betriebe würden durch die Exportstopps schwer getroffen, insgesamt seien kurzfristige Effekte jedoch „verkraftbar“.

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