Es gibt nicht immer was zu tun

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BERICHT. Coronakrise: Erwerbstätige haben im April um ein Fünftel weniger Stunden gearbeitet also davor.

Der Einbruch der Wirtschaft in Folge der Coronakrise lässt sich auch folgendermaßen zum Ausdruck bringen: Es ist nicht nur so, dass es so viele Arbeitslose wie noch nie gibt; sondern auch so, dass diejenigen, die erwerbstätig geblieben sind, viel weniger zu tun haben. Das zeigt eine Auswertung der Statistik Austria.

Im April sind alle 15- bis 64-jährigen Erwerbstätigen auf eine durchschnittliche tatsächliche Wochenarbeitszeit von 25,4 Stunden gekommen. Das war um ein Fünftel weniger als im Februar, als es sich noch um 32,8 Stunden gehandelt hatte. Im vergangenen Jahr waren Männer und Frauen im April auf 32,3 Stunden gekommen.

Einfache Erklärung für die Veränderung: Wer das Glück hatte, seinen Job zu behalten, hatte allenfalls das Pech, Kurzarbeit betreiben oder widerwillig Zeitguthaben aufbrauchen zu müssen. Dadurch hat sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit reduziert.

Und zwar in fast allen Wirtschaftsbereichen, für die die Statistik Austria Daten ausweist. Gegenüber Februar kam es in der Industrie und im Gewerbe zu einem Rückgang um siebeneinhalb auf 27,8 Stunden, im Handel ebenfalls um siebeneinhalb auf 23,3 Stunden sowie in der – stark eingeschränkten – Beherbergung und im Gastgewerbe um rund 23 auf 11,4 Stunden. Ausnahme: In der Land- und Forstwirtschaft ging es um drei auf 43,6 Stunden rauf. Das ist mehr als im vergangenen Jahr und möglicherweise bedingt durch einen Erntehelfer-Mangel.

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