Zeugnis für die Regierung

ZAHLEN ZUM TAG. Bei den bisherigen Landtagswahlen äußerten sich die meisten ÖVP- und FPÖ-Wähler nicht euphorisch, aber „ziemlich zufrieden“ über die Arbeit der Bundesregierung.

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ZAHLEN ZUM TAG. Bei den bisherigen Landtagswahlen äußerten sich die meisten ÖVP- und FPÖ-Wähler nicht euphorisch, aber „ziemlich zufrieden“ über die Arbeit der Bundesregierung.

„Sind Sie mit der bisherigen Arbeit der Bundesregierung sehr, ziemlich, wenig oder gar nicht zufrieden?“ Danach erkundigte sich das Sozialforschungsinstitut SORA im Rahmen der Wahltagsbefragungen zu den drei Landtagswahlen, die heuer bereits stattgefunden haben. Ergebnis: Die Masse der ÖVP- und FPÖ-Wähler ist zwar nicht euphorisch, aber „ziemlich zufrieden“. Umgekehrt ist es bei den SPÖ-Wählern, die im Unterschied zu den Unterstützern anderer Partei ebenfalls extra ausgewiesen werden: Sie sind eher „gar nicht“ bis „wenig zufrieden“.

Nach Bundesländern gibt es einige Unterschiede: In Niederösterreich war der Anteil der ÖVP- und FPÖ-Wähler, die mit der Regierungsarbeit „sehr zufrieden“ sind, mit 39 bzw. 38 Prozent etwa doppelt so groß wie in den übrigen Ländern. 44 bzw. 43 Prozent äußerten sich dort „ziemlich zufrieden“. Macht summa summarum also jeweils mehr als 80 Prozent.

Anders schaut es aus Sicht der beiden Parteien in Tirol und Kärnten aus: Dort ist der Anteil derer, die „ziemlich zufrieden“ sind, größer. Und in Tirol blieben bei den ÖVP-Wählern abgesehen davon ganze 33 Prozent, die „wenig“ oder „gar nicht zufrieden“ sind oder keine Angabe machten; bei der FPÖ waren es 26 Prozent.

Wobei zu diesen Werten unter anderem diese Anmerkungen nötig sind: Erstens wurden ausschließlich Wähler befragt; und die Wahlbeteiligung war mit gut zwei Drittel überall verhältnismäßig niedrig. Auch von bisherigen FPÖ-Anhängern blieben relativ viele zu Hause. Zweitens, eine Stimme für eine Landespartei muss nicht bedeuten, dass damit auch eine Sympathie für eine Bundespartei verbunden ist.

Doch zurück zu den Ergebnissen: Von den SPÖ-Wählern waren in Niederösterreich und Tirol 86 bzw. 85 Prozent „wenig“ oder „gar nicht zufrieden“ mit der Regierungsarbeit. Etwas anders schaute es in Kärnten aus, wo laut Wählerstromanalysen ja z.B. zahlreiche Anhänger der ÖVP diesmal die Landes-SPÖ unterstützt haben: Dort beträgt dieser Anteil nur 66 Prozent. Drei Prozent äußerten sich „sehr“, 20 Prozent „ziemlich zufrieden“.

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