Wo Hofer am stärksten war, holte die FPÖ 2013 null Prozent

ZAHLEN ZUM TAG. Die Tiroler Gemeinde Spiss weist einige Besonderheiten auf. Die meisten Bewohner sind zum Beispiel auch Gastarbeiter in der Schweiz. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Die Tiroler Gemeinde Spiss weist einige Besonderheiten auf. Die meisten Bewohner sind zum Beispiel auch Gastarbeiter in der Schweiz.

87,50 Prozent schaffte der freiheitliche Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer in der Tiroler Gemeinde Spiss. Das war das beste Ergebnis, das er österreichweit erzielt hat. Allerdings sind schon die Zahlen, die hinter diesem Stimmenanteil stehen, bemerkenswert: Wahlberechtigt gewesen wären 95 Bürgerinnen und Bürger. Eine Stimme abgegeben haben jedoch nur 44; das entspricht einer Wahlbeteiligung von gerade einmal 46,3 Prozent.

Das Spisser Gesamtergebnis für Hofer überrascht: Bei der Landtagswahl 2013 entfiel auf die FPÖ keine einzige Stimme. Kleiner Trost: Dieses Schicksal ereilte auch die Grünen. Zwei Drittel der Wähler votierten damals für die Tiroler Volkspartei, ein Fünftel für die ebenfalls bürgerliche Liste „Vorwärts“.

Bemerkenswert ist auch, dass die meisten Bürger eigentlich froh sein müssten, dass es keine Grenzen mehr gibt: Laut Wikipedia arbeiten zwei Drittel der Bewohner im Ausland; genauer, im schweizerischen Zollfreigebiet und Skigebiet Samnaun.

In Spiss selbst gibt es nur sieben Betriebe, die insgesamt 15 Arbeitsplätze bieten.

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