Welche Parteien die Österreicher bewegen: FPÖ, FPÖ, FPÖ

ANALYSE. Google-Trends: Seit Anfang September lassen die Freiheitlichen SPÖ und ÖVP weit hinter sich. Interesse am Thema „Flüchtlinge“ zuletzt gesunken.

-

ANALYSE. Google-Trends: Seit Anfang September lassen die Freiheitlichen SPÖ und ÖVP weit hinter sich. Interesse am Thema „Flüchtlinge“ zuletzt gesunken.

Wenn sich die Österreicher mit Parteien auseinandersetzen, dann seit Anfang September vor allem mit der FPÖ. Diese Schlussfolgerung lässt eine Auswertung von „Google Trends“ bzw. der Suchmaschine zu, die hierzulande auf einem Marktanteil von 95 Prozent kommt. Die Buchstabenfolge „FPÖ“ wird dort seit geraumer Zeit wesentlich öfter eingegeben als „SPÖ“ oder „ÖVP“. Zuvor waren die drei Parteien im Wesentlichen immer gleichauf gelegen.

Die Auswertung sagt natürlich nichts darüber aus, wie die Österreicher zur FPÖ stehen. Die Botschaft ist, dass sie sich mit ihr am intensivsten auseinandersetzen. Und das ist zumindest für die Parteistrategen ein kleiner Erfolg. Gilt bei ihnen doch: „Besser eine schlechte Nachrede als gar keine.“

Einen absoluten Spitzenwert erreichten die drei Parteien am vergangenen Sonntag, als in Oberösterreich gewählt wurde. Doch auch da lagen die Freiheitlichen weit vor ihren Mitbewerbern.

Die FPÖ-Führung bei den Suchanfragen ist ganz offensichtlich mit der Flüchtlingswelle bzw. ihrer Positionierung dazu verbunden. Ab Anfang September zählte dieses jedenfalls auch zu den Themen, die die Österreicher am meisten beschäftigten. In den letzten eineinhalb Wochen ist das Interesse daran jedoch zurückgegangen. Stärker nachgefragt werden wieder Fragen wie „Jobs“ und „Immobilien“, also Wohnen.

Detail am Rande: „Jobs“ wird im Wochenverlauf vor allem montags „gegoogelt“. Bis Samstag gibt’s dann einen Rückgang.

Größer noch als bei den Parteien sind die Unterschiede indes bei den Parteivorsitzenden. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache lässt Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) schon seit dem Frühjahr hinter sich. Eine Rolle dabei spielt wohl, dass er als Spitzenkandidat bei der Wien-Wahl von sich reden macht.

Für andere Parteien und Obleute liefert Google Trends indes keine Auswertung: Nach ihnen werde „nicht oft genug gesucht“.

Könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Your email address will not be published.