Van der Bellen muss den Alten danken

ZAHLEN ZUM TAG II. Bei den Pensionisten hat sich der Stimmenanteil des Präsidentschaftskandidaten gegenüber dem ersten Wahlgang verfünffacht. 

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ZAHLEN ZUM TAG II. Bei den Pensionisten hat sich der Stimmenanteil des Präsidentschaftskandidaten gegenüber dem ersten Wahlgang verfünffacht.

Der Wahlsieg von Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen hat viele Väter. Und Mütter. Zum Beispiel diese: Pensionistinnen und Pensionisten. Das mag überraschen. Immerhin wird Älteren nachgesagt, skeptischer in die Zukunft zu blicken als Jüngere und daher eher Rechtspopulisten zu unterstützen. In Großbritannien gilt das denn auch als ein Grund dafür, dass sie den Ausschlag für das Brexit-Votum gegeben haben.

In Österreich ticken die Uhren jedoch anders: Wenn SPÖ und ÖVP irgendwo noch treue Stammwähler haben, dann unter den Senioren. Bei der Nationalratswahl 2013 kamen sie bei diesen auf 65 Prozent. Insgesamt reichte es nur für etwas mehr als 50 Prozent. Bei den Älteren haben auf der anderen Seite die Freiheitlichen einen schwereren Stand. 2013 mussten sie sich bei diesen mit 17 Prozent begnügen. Alles in allem kamen sie damals auf rund 21 Prozent.

Das bekam auch Norbert Hofer bei der Präsidentschaftswahl zu spüren; bei den Pensionisten musste er sich laut SORA-Analyse mit 44 Prozent bescheiden. Alexander Van der Bellen hat dagegen vor allem ihnen seinen Wahlsieg zu verdanken: Beim ersten Wahlgang kam er bei ihnen nur auf elf Prozent. Bei der Stichwahl im Mai waren es bereits 51 und nun gar 56 Prozent; eine solche Vervielfachung hat er bei keiner anderen Wählergruppe erzielt.

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