Türkis-grüner Gegensatz

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ZAHLEN ZUM TAG. Bei der Nationalratswahl schaffte die ÖVP im ländliche Raum beinahe die absolute Mehrheit. Die Grünen sind dagegen in den Zentren relativ stark.

Dass ÖVP und Freiheitlicher im ländlichen Raum stärker sind als in den Zentren und dass es bei Sozialdemokraten, Neos und Grünen umgekehrt ist, ist bekannt. Das Sozialforschungsinstitut SORA hat nun eine Auswertung zum Nationalratswahlergebnis erstellt, die das eindrucksvoll untermauert. Vorweg: Der türkis-grüne-Gegensatz könnte größer nicht sein.

Die neue ÖVP von Sebastian Kurz ist gewissermaßen eine Landpartie geworden: In urbanen und regionalen Zentren nach Statistik Austria-Definition kam sie Ende September auf 31,5 Prozent (ohne Wahlkarten). In der Regel handelt es sich dabei um Städte. Im Umland davon war sie mit 41,7 Prozent bereits wesentlich erfolgreicher. Im ländlichen Raum darüber hinaus kam sie überhaupt auf 47,6 Prozent – und damit einer absoluten Mehrheit sehr nahe. Bei weitem nicht so extrem waren die Verhältnisse bei den Freiheitlichen – bei ihnen standen 16 Prozent in den Zentren 19 Prozent im ländlichen Raum gegenüber.

Umgekehrt verhielt es sich besonders bei den Grünen: Sie kamen im ländlichen Raum nicht über 7,6 Prozent hinweg, waren in den Städten mit 15,9 Prozent aber doppelt so stark. Bei den Sozialdemokraten lauteten die Verhältnisse quasi 24,2 zu 18,2 und bei den Neos 8,5 zu 5,6 Prozent.

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