SPÖ: Kern erschloss neue Wählergruppen

ZAHLEN ZUM TAG. Zumindest in den Städten und bei Akademikern konnte die Partei unter ihrem scheidenden Vorsitzenden zulegen. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Zumindest in den Städten und bei Akademikern konnte die Partei unter ihrem scheidenden Vorsitzenden zulegen.

Was die Wählerschaft angeht, hinterlässt Christian Kern als SPÖ-Vorsitzender eine etwas andere Partei, als er zu seinem Amtsantritt von zwei Jahren übernommen hat. Das verdeutlichen Detailergebnisse bei den Nationalratswahlen und der jeweiligen SORA-Befragungen dazu.

Im Oktober 2017 verlor die SPÖ zwar Platz eins an die ÖVP, konnte ihren Stimmenanteil jedoch halten; ja, mit 26,9 Prozent baute sie die 26,8 Prozent von der Nationalratswahl 2013 genau genommen sogar leicht aus. Im Detail gibt es jedoch erhebliche Unterschiede.

Fasst man die Wahlergebnisse der Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern zusammen, so fällt auf, dass die SPÖ dort von 29,3 auf 32,9 Prozent zulegen konnte (bei den Städten handelt es sich um Wien, Linz, Graz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt). Im Übrigen Österreich setzte es dagegen einen Verlust von 26 auf 24,7 Prozent.

Zum Teil signifikant auch die Veränderung der Stimmenanteile nach Bevölkerungsgruppen: Bei den Selbstständigen konnte die SPÖ ihren Stimmenanteil auf 14 Prozent beinahe verdreifachen. Bei den Arbeitern verlor sie dagegen von 24 auf 19 Prozent. Bei den Uni-Absolventen hat sie gar von neun auf 31 Prozent zugelegt, auf der anderen Seite jedoch bei Personen mit maximal Pflichtschulabschluss von 34 auf 33 Prozent leicht verloren.

Bei diesen Veränderungen ist zu beachten, dass sich die Zusammensetzungen verschoben haben: Die Zahl der Einwohner, aber auch der abgegebenen gültigen Stimmen ist in den erwähnten Städten stärker gestiegen als im übrigen Österreich. Außerdem nimmt etwa der Akademikeranteil zu.

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