„Österreich“ profitiert eher von SPÖ-geführten Ministerien

ZAHLEN ZUM TAG. Kanzler entfacht neue Debatte über Regierungsinserate. Gesamtvolumen inkl. ausgelagerter Unternehmen: 51 Millionen Euro.

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ZAHLEN ZUM TAG. Kanzler entfacht neue Debatte über Regierungsinserate. Gesamtvolumen inklusive ausgelagerter Unternehmen: 51 Millionen Euro.

51,16 Millionen Euro: So viel brachten Regierungsressorts inklusive ausglagerter Unternehmen* im vergangenen Jahr für Inserate auf, wie eine Auswertung der Transparenzdatenbank durch den Bundespressedienst zeigt. Ordnet man die Ressorts der Partei des jeweiligen Ministers zu, ergeben sich ähnlich große Summen: Auf die ÖVP entfielen 26,58 Millionen Euro, auf die SPÖ 24,58 Millionen Euro.

Das mit Abstand größte Inseratenvolumen wies im vergangenen Jahr das SPÖ-geführte Verkehrsministerium mit 14,56 Millionen Euro auf, gefolgt jedoch von den ÖVP-geführten Ressorts Landwirtschaft (9,52 Millionen Euro), Wirtschaft (6,64) und Finanzen (5,87 Millionen Euro).

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hat zuletzt in der Ö1-Mediensendung #doublecheck eine Änderung gefordert: Seines Erachtens wären „nur noch abgestimmte Regierungskampagnen“ erstrebenswert, „mit dem Ziel, die Etats zu reduzieren“. Von seiner Seite habe es einen Anlauf dazu gegeben. Dieser jedoch ist gescheitert. Das Problem: „Wenn du einen Vorschlag machst zu reduzieren, zum Beispiel bei „Österreich“, der Zeitung, und dann erlebst, dass andere das wieder auffüllen, haben wir wenig gewonnen. Davon müssen wir wegkommen, dass man das als Instrument, um sich gewogenen Journalismus zu kaufen, einsetzt.“

Bemerkenswert: Der Bundespressedienst hat seine Auswertung „geclustert“ und weist auch die Daten nach Mediengruppen aus. „Österreich“ kam demnach im vergangenen Jahr zu Regierungsinseraten im Volumen von 4,97 Millionen Euro.

Mit 2,77 Millionen Euro mehr als die Hälfte entfiel laut dieser Auswertung auf SPÖ-geführte Ressorts. Allein das Verkehrsministerium brachte bei „Österreich“ ein Inseratenvolumen von 1,45 Millionen Euro zusammen. ÖVP-geführte Ministerien inserierten in der „Österreich“-Gruppe um 2,20 Millionen Euro, wobei das Finanzministerium mit 0,76 Millionen Euro an der Spitze stand.

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*) Der Bundespressedienst hat in seiner Auswertung „geclustert“ und nicht nur Mediengruppen zusammengafasst, sondern auch ausgelagerte Unternehmen zuständigen Ressorts zugeordnet – also z.B. ÖBB zu Verkehr und Verbund zu Wirtschaft. 

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