Mehrheitsverhältnisse: Zurück in die 2000er Jahre?

ZAHLEN ZUM TAG. Die drei Mittelparteien SPÖ, ÖVP und FPÖ halten derzeit wieder rund 80 Prozent. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Die drei Mittelparteien SPÖ, ÖVP und FPÖ halten derzeit wieder rund 80 Prozent.

Schaut man sich an, wie sich die Nationalratswahlergebnisse in der Zweiten Republik bisher entwickelt haben, dann fällt auf, dass sich die Werte der ehemaligen Großparteien auf der einen und der Freiheitlichen auf der anderen Seite spiegeln. Wobei das besonders zwischen der schwarzen und der blauen Linie der Fall ist (siehe Grafik).

In Summe haben SPÖ, ÖVP und FPÖ über die Jahre jedoch kontinuierlich verloren: Als sie allein im Hohen Haus vertreten waren, kamen sie beinahe an die 100 Prozent heran. Dann kamen die Grünen, die Liberalen, das BZÖ, das Team Stronach und die NEOS – und dieser Wert sank und sank, auf zuletzt 71,3 Prozent im Jahr 2013. Jetzt könnte er wieder steigen. Im Moment liegen die drei Parteien jedenfalls deutlich darüber. Beispiel: GfK-Umfrage für den „Kurier“ von Mitte August (1000 Befragte): Die ÖVP befindet sich mit 32 Prozent vor der SPÖ (25 Prozent) und der FPÖ (22 Prozent). Das macht in Summe 79 Prozent.

Bemerkenswert dabei ist auch, dass sich demnach erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik sowohl die ÖVP als auch die FPÖ signifikant in dieselbe Richtung entwickeln würden; sie würden um acht bzw. eineinhalb Prozentpunkte zulegen. Bisher war Ähnliches nur einmal der Fall, aber auf viel niedrigerem Niveau: 1976, als die SPÖ eine absolute Stimmenmehrheit erlangte, mussten die Freiheitlichen 0,1 und die Volkspartei 0,2 Prozentpunkte abgeben.

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