Es kommt immer ein bisschen anders

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ZAHLEN ZUM TAG. Umfragewerte zwei Wochen vor der Nationalratswahl 2017 und das Wahlergebnis.

Auch sehr gute Umfragen sind keine Prognosen, sondern Momentaufnahmen. Von daher ist es logisch, dass es immer wieder ein bisschen anders kommt. Siehe Nationalratswahl 2017. Zwei Wochen zuvor waren ÖVP und Grüne laut neuwal.com noch etwas besser sowie die SPÖ zum Teil deutlich schlechter gelegen.

Die ÖVP erreichte am 15. Oktober 2017 unter Führung von Sebastian Kurz 31,5 Prozent. Ende September, Anfang Oktober waren ihr von den Meinungsforschungsinstituten 33 bis 34 Prozent ausgewiesen worden. Für die Grünen zeichnete sich ein mehr oder weniger knappes Rennen um den Verbleib im Nationalrat ab; sie hielten vier bis sechs Prozent. Schlussendlich flogen sie mit 3,8 Prozent raus. Ähnlich knapp hätte es den Umfragen zufolge für die Neos werden können, sie konnten sich jedoch im Hohen Haus halten (mit 5,3 Prozent). Bei den Freiheitlichen hielten die Umfragewerte mit 25 bis 27 Prozent ziemlich genau, ihr Wahlergebnis betrug 26 Prozent.

Größere Abweichungen gab es bei der SPÖ: „Unique Research“ kam am 29. September auf eine Hochschätzung von 27 Prozent, „Spectra“ tags darauf auf nur 22 und „Research Affairs“ am 1. Oktober auf 24 Prozent. Bei der Wahl wurden es 26,9 Prozent. Ein Grund: Die Partei von Christian Kern war zwar durch die Veröffentlichung von Internas unter Druck geraten, dann aber noch in der Mobilisierung relativ erfolgreich – so wechselten enttäuschte Grünen-Anhänger zur SPÖ.

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