Beitragseinnahmen der Bundesparteien

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ZAHLEN ZUM TAG. Sozialdemokraten leben am stärksten von Mitgliedern und Funktionären. Allerdings: Große Unterschiede zwischen Bund und Ländern bei den einzelnen Parteien.

Weil Parteispenden begrenzt werden, wollen sich die Neos verstärkt von Mitgliedern fördern lassen. Das ist ein Weg, den sie bisher weniger beschritten haben. Beitragseinnahmen fallen bei größeren Parteien viel stärker ins Gewicht.

Das zeigt ein Blick in die Rechenschaftsberichte der Bundesparteien, die auf der Website des Rechnungshofes erst für das Jahr 2016 vorliegen. Die SPÖ verzeichnete demnach Beiträge von Mitgliedern in Höhe von 3,661 Millionen Euro. Hinzu kamen noch rund 142.000 Euro an Beiträgen von Mandataren und Funktionären („Parteisteuer“). In Summe kamen so 3,8 Millionen Euro zusammen. Das ist ein absoluter Spitzenwert.

Die Bundes-ÖVP musste sich mit 1,174 Millionen Euro an Mitgliedsbeiträgen begnügen. Parteisteuer nahm sie keine ein. Bei der FPÖ war es umgekehrt: Keinen Mitgliedsbeiträgen standen rund 377.000 Euro an Funktionärsbeiträgen gegenüber. Weder das eine noch das andere verzeichneten die Grünen. Bei den Neos gab es ausschließlich Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen (114.000 Euro).

Bei alledem zu beachten sind jedoch organisatorische Unterschiede. Extrembeispiel: Bei den Grünen wies die Landesorganisation Wien 27.646 Euro an Mitglieds- und ganze 392.771 Euro an Funktionärsbeiträgen aus. Bei der FPÖ waren es in Oberösterreich 201.000 bzw. 140.000 Euro. Und bei der ÖVP waren die Funktionärsbeiträge zum Beispiel im Burgenland und Kärnten mit jeweils rund 45.000 Euro viel höher als die Mitgliedsbeiträge (26.209 bzw. 5623 Euro). Die Neos waren die einzige Partei, bei der neben der Bundes- auch keine Landespartei Funktionärsbeiträge hatte.

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