Arbeiter: Grenzüberschreitender Rechtsruck

ZAHLEN ZUM TAG. In Österreich und Bayern sprechen linke Parteien nur noch jeden fünften Arbeiter an. 

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ZAHLEN ZUM TAG. In Österreich und Bayern sprechen linke Parteien nur noch jeden fünften Arbeiter an.

Sowohl die österreichische Nationalratswahl 2017 als auch die bayerische Landtagswahl 2018 standen im Zeichen der Flüchtlingskrise. In unterschiedlicher Art und Weise zwar, aber doch. FPÖ-Erfolge wären ohne diese Krise genauso wenig erklärbar, wie jene der AfD. Das muss man vorwegschicken, ehe man zum wahren Drama der Linken kommt: Bei Arbeiterinnen und Arbeitern sind sie mehr oder weniger unten durch.

Bei der österreichischen Nationalratswahl wählten laut SORA-Institut 59 Prozent der Arbeiter die FPÖ und 15 Prozent die ÖVP von Sebastian Kurz, der ja ebenfalls ein restriktive Flüchtlingspolitik propagierte. Macht in Summe 74 Prozent. Die SPÖ musste sich mit 19 Prozent begnügen, die Liste Pilz kam auf zwei Prozent, die Grünen erreichten überhaupt nur ein Prozent. Macht in Summe 22 Prozent.

In Bayern blieb die CSU laut „infratest dimap“/ARD bei den Arbeitern vorne; sie schaffte 33 Prozent. Gefolgt von der rechtsextremen AfD mit 22 und den ebenfalls rechten Freien Wählern. Ergibt in Summe 68 Prozent. Die linken Parteien SPD, Grüne und Die Linke kamen zusammen auf 22 Prozent.

Weder als linke noch als rechte Partei verortet sind in diesem Text die Liberalen. In Österreich erreichten die Neos bei den Arbeitern vier Prozent, in Bayern kam die FDP auf drei Prozent. Sprich: Selbst wenn man sie einem der beiden Lager zuordnen würde, würde das an den Verhältnissen nicht viel ändern.

Als Arbeiter deklarieren sich Befragte selbst. Unabhängig davon hat z.B. die Statistik Austria für Österreich Daten, die auf einer formalen Zordnung baiseren. Demnach gibt es immerhin rund eine Million Arbeiter, Trendenz leicht steigend. 

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