Wie die Große Koalition verschwindet

ZAHLEN ZUM TAG. In den Bundesländern gibt es sieben verschiedene Konstellationen – wobei nur noch eine davon Rot-Schwarz ist.

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ZAHLEN ZUM TAG. In den Bundesländern gibt es sieben verschiedene Konstellationen – wobei nur noch eine davon Rot-Schwarz ist.

Wieder einmal ist vom Ende der Großen Koalition die Rede. Anlass ist die Auseinandersetzung um die Errichtung eines Grenzzaunes. Auf Bundesebene würde ein Auseinandergehen von SPÖ und ÖVP eine Zäsur darstellen – viel Anderes hat es seit 1945 ja nicht gegeben: nur Alleinregierungen oder Bündnisse mit den Freiheitlichen nämlich.

Auf Ländereben ist die Große Koalition längst ein Auslaufmodell – obwohl Bündnisse dort aufgrund der Mehrheitsverhältnisse immer öfter notwendig werden. Nur noch in Niederösterreich hält eine Partei die Absolute: die ÖVP. Überall sonst haben sich zwei, drei oder gar vier Parteien zusammengeschlossen.

  • In Vorarlberg und Tirol ÖVP und Grüne
  • In Salzburg ÖVP, Grüne und das Team Stronach
  • In Kärnten SPÖ, ÖVP, Grüne und das Team Stronach
  • Im Burgenland SPÖ und FPÖ
  • In Oberösterreich ÖVP und FPÖ
  • In Wien SPÖ und Grüne

Nur noch in der Steiermark ist die großkoalitionäre Welt noch halbwegs in Ordnung: ÖVP und SPÖ haben dort nach der jüngsten Landtagswahl nur die Plätze getauscht, ihre Zusammenarbeit jedoch fortgesetzt.

Unterm Strich stehen, wenn man Beteiligungen ausschließlich aufgrund der Proporzsysteme nicht berücksichtigt, Landesparteien 20 Mal in Regierungsverantwortung: Sieben Mal die ÖVP, fünf Mal die Grünen, vier Mal die Grünen und je zwei Mal die FPÖ und das Team Stronach.

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