SPÖ Wien: „Flächenbezirke“ sind schon die halbe Partei

ZAHLEN ZUM TAG. Fast jede zweite Parteistimme bei Bezirksvertretungswahlen entfällt auf Donaustadt, Favoriten, Floridsdorf, Liesing und Simmering. Und das sind nur fünf von insgesamt 23 Bezirken.

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ZAHLEN ZUM TAG. Fast jede zweite Parteistimme bei Bezirksvertretungswahlen entfällt auf Donaustadt, Favoriten, Floridsdorf, Liesing und Simmering. Und das sind nur fünf von insgesamt 23 Bezirken.

Ginge es nach den SPÖ-Funktionären aus den sogenannten „Flächenbezirken“, dann wäre wohl einiges anders: Die Stadt würde sehr wahrscheinlich nicht rot-grün regiert und Michael Häupl wäre kaum noch Parteivorsitzender und Bürgermeister. Aus ihren Reihen kommen jedenfalls die stärksten Signale für eine Umorientierung hin zu den Freiheitlichen und eine Führungsübernahme durch Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

Das Gewicht der „Flächenbezirke“ kann nicht unterschätzt werden. Zumal keine offiziellen Mitgliederzahlen vorliegen, ist nur eine Annäherung möglich, diese fällt aber umso bemerkenswerter aus: Bei den Bezirksvertretungswahlen 2015 erreichte die SPÖ in Wien insgesamt 305.532 Stimmen. Wobei mit 139.320 fast die Hälfte davon auf die fünf Flächenbezirke entfielen: Donaustadt (mit allein 38.283), Favoriten, Floridsdorf, Liesing und Simmering.

Interessant in diesem Zusammenhang ist im Übrigen, dass das auch so ziemlich die am stärksten wachsenden Bezirke der Republik sind – die Einwohnerzahlen von Simmering, Liesing und Donaustadt stiegen allein im vergangenen Jahr um mehr als zwei Prozent.

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