Salzburg: Was für Schwarz-Grün-Pink spricht

ANALYSE. Verhältnismäßig starke Wählerströme von der ÖVP zu den Grünen und den NEOS gegenüber der Nationalratswahl.

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ANALYSE. Verhältnismäßig starke Wählerströme von der ÖVP zu den Grünen und den NEOS gegenüber der Nationalratswahl.

Für den Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer kann es bei der Koalitionsfrage nicht nur darum gehen, was für das Land am besten ist. Er ist ja auch ÖVP-Chef. Und als solcher muss er unter anderem dies beachten: Wer sind für die Volkspartei die größten Mitbewerber?

Was das betrifft, zeigen die Daten zu den Wählerströmen, die das Sozialforschungsinstitut SORA für Salzburg ermittelt hat, bemerkenswertes: Schwarz-Türkis auf Bundesebene könnte demnach ein „Wählerbringer“ für Neos und Grüne sein.

Dass 87 Prozent der ÖVP-Wähler von der Landtagswahl im April schon bei der Nationalratswahl im Oktober des vergangenen Jahres die Volkspartei gewählt haben, ist weniger überraschend. Eher schon dies: Auch 5000 der nunmehr insgesamt 22.000 Grünen- und immerhin 4000 der 18.000 NEOS-Wähler haben das getan; bei den Grünen entspricht das einem Anteil von 23 Prozent, bei den NEOS einem solchen von 22 Prozent. Zum Vergleich: Bei den Freiheitlichen beläuft sich dieser Anteil auf neun und bei den Sozialdemokraten überhaupt nur auf sechs Prozent.

Schwarz-Blau auf Landesebene könnte diesen Trend verstärken – noch mehr urbane Bürgerliche könnten zu den Grünen und den NEOS abwandern. Womit zur Verhinderung dessen zumindest ein gewichtiges Argument für Schwarz-Grün-Pink spricht.

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