Gemeinden: Wo die Macht herkommt

ZAHLEN ZUM TAG. In Ostösterreich und in Tirol gibt es besonders viele kleine Orte mit eigenen Bürgermeistern. Solche Verhältnisse sind nicht zuletzt im Interesse der Politik.

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ZAHLEN ZUM TAG. In Ostösterreich und in Tirol gibt es besonders viele kleine Orte mit eigenen Bürgermeistern. Solche Verhältnisse sind nicht zuletzt im Interesse der Politik.

Vor wenigen Jahren hatte die Steiermark 542 Gemeinden. Seit 2015 sind es nur noch 287. Die durchschnittliche Gemeindegröße hat sich aufgrund der Zusammenlegungen, die zwischenzeitlich durchgeführt wurden, beinahe verdoppelt. Und zwar auf 4293 Einwohner, wie den Zahlen zu entnehmen ist, die Statistik Austria führt (Stand: 1. Jänner 2016). Nur in Salzburg sind es mit 4587 mehr. Sonst überall weniger. Ganz besonders im äußersten Osten. Das kleine Burgenland leistet sich 171 Gemeinden. Sie haben durchschnittlich nur 1702 Einwohner. Verhältnismäßig wenige sind es abgesehen davon auch in Tirol (2649), Nieder- (2886) und Oberösterreich (3289).

Das leitet über zu einem bemerkenswerten Punkt: Jede vierte österreichische Gemeinde ist eine niederösterreichische; nicht weniger als 573 Gemeinden und damit auch Bürgermeister zählt das Land. Und das ist auch ein parteipolitischer Faktor. Wobei es sich in diesem Fall eher um einen „schwarzen“ handelt, ist die ÖVP in Niederösterreich doch auch auf dieser Ebene dominant und bezeichnet sich überhaupt gerne als Bürgermeister-Partei. Wie wichtig Bürgermeister für die Parteien sind, zeigt sich auch in der Steiermark, um zum Anfang zurückzukehren: In der Landesregierung ist ÖVP-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer für ÖVP-geführte Gemeinden zuständig und SPÖ-LH-Stellvertreter Michael Schickhofer für SPÖ-geführte Gemeinden.

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