Alte ÖVP, neue ÖVP

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ZAHLEN ZUM TAG. Unter Sebastian Kurz haben sich die Ergebnisse nach Bundesländern sehr unterschiedlich entwickelt. In Kärnten und der Steiermark gab es die größten Zugewinne.

Sebastian Kurz hat die ÖVP nicht nur umgefärbt, sondern auch neu ausgerichtet. Mehr nach rechts, quasi. Mit Erfolg: Gut ein Drittel der Parteiwähler von heute haben SORA-Analysen zufolge 2013 oder 2017 die FPÖ, das BZÖ oder das Team Stronach gewählt.

Vor diesem Hintergrund wird nachvollziehbar, dass sich die ÖVP-Nationalratswahlergebnisse nach Bundesländern sehr unterschiedlich entwickelt haben. 2013 gab es in Tirol das beste Ergebnis, 2019 in Salzburg; vor sechs Jahren gab es dort nur einen durchschnittlichen Wert.

Bundesweit hat die ÖVP gegenüber 2013 ihren Stimmenanteil von 24 auf vorläufig 37,5 Prozent und damit um etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) verbessern können. Im Kärnten gab es mit 129 Prozent die mit Abstand größte Steigerung (von 15,2 auf 34,9 Prozent), gefolgt von der Steiermark (plus 86 Prozent) und eben Salzburg (74 Prozent).

Einstige ÖVP-Hochburgen sind in gewisser Hinsicht keine mehr. So schnitt die ÖVP bei der Nationalratswahl in Oberösterreich und Vorarlberg noch überdurchschnittlich, diesmal jedoch unterdurchschnittlich ab.

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