Wo sich Linke und Rechte informieren

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ZAHLEN ZUM TAG. „Digital News Report 2026“: Erhebliche Unterschiede nach politischer Orientierung.

Vor allem von rechts kommt die Behauptung, Medien wie der ORF seien nicht vertrauenswürdig. Umso bemerkenswerter ist, dass Menschen, die sich politisch rechts positionieren, eher Nachrichtenquellen nutzen, die nach Einschätzung der Gesamtbevölkerung am wenigsten vertrauenswürdig sind.

Beim „Digital News Report 2026“ des „Reuters Institute for the Study of Journalism“ sind rund 2000 Menschen in Österreich unter anderem gefragt worden, wie sie sich politisch selbst positionieren und welche Onlinemedien sie in der vergangenen Woche verwendet haben, um auf Nachrichten zuzugreifen. Insgesamt nannten 31,2 Prozent „ORF.AT“, 24,5 Prozent „krone.at“ und 17,1 Prozent „derstandard.at“. Das waren die „Top 3“.

Nach politischer Orientierung gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. „ORF.AT“ und „derstandard.at“ etwa waren deutlich stärker bei Linken als bei Rechten gefragt. Bei Boulevardmedien wie „krone.at“, „heute.at“ und „oe2.4.at“ war es jedoch umgekehrt. Sie stehen bei Rechten hoch im Kurs.

Für wie vertrauenswürdig sie diese Quellen jeweils erachten, ist im Detail nicht ausgewiesen. Im Bericht zur Erhebung sind jedoch Werte für das öffentliche Vertrauen in Nachrichtenmarken insgesamt angegeben. Demnach genießen ORF-Nachrichten sowie „Der Standard“ mit deutlich über 60 Prozent das größte Vertrauen bzw. die erwähnten Boulevardmedien mit durchwegs deutlich weniger als 50 bzw. im Falle von „Heute“ sogar unter 40 Prozent das kleinste.

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