ZAHLEN ZUM TAG. In Österreich fühlen sich besonders viele Bürgerinnen und Bürger aus Drittstaaten sowie anderen EU-Ländern diskriminiert.
Wenn Freiheitliche in der Migrationsdebatte differenzieren, dann sprechen sie allenfalls von gewünschter und unerwünschter Zuwanderung. Das macht Folgen von Ausländerfeindlichkeit, die zunehmend durch den Begriff „Remigration“ zum Ausdruck kommt, nicht besser: Es fühlen sich auch Menschen abgelehnt, die als „willkommen“ bezeichnet werden.
Dafür sprechen Ergebnisse zu wahrgenommener Diskriminierung, die Eurostat veröffentlicht hat: In Österreich fühlen sich im Alltag nicht nur besonders viele Bürgerinnen und Bürger von Drittsaaten benachteiligt, sondern auch von anderen EU-Ländern. Bei ersteren beträgt der Anteil 16,7, bei zweiteren 11,8 Prozent. Beide Anteile sind damit etwa doppelt so hoch wie EU-weit (11,8 bzw. 4,9 Prozent).
Wobei auffällt, dass die Werte auch in Deutschland, das mit Österreich vergleichbar ist, viel niedriger sind. Dort fühlen sich zum Beispiel „nur“ 8,4 Prozent der Drittstaatsangehörigen diskriminiert im Alltag.
Bemerkenswert sind auch Detailergebnisse: Bei öffentlichen Behörden sehen sich hierzulande besonders viele Drittelstaatsangehörige diskriminiert (17 Prozent), bei der Wohnungssuche hingegen deutlich weniger (8,5 Prozent).
