ZAHLEN ZUM TAG. Vor allem für FPÖ-Wähler standen auch im Katastrophenjahr 2024 Zuwanderung und Teuerung im Vordergrund.
Wenige Wochen vor der Nationalratswahl 2024 hatte es ein Jahrhundert-Hochwasser gegeben, und man hatte annehmen können, dass das Einfluss auf das Wahlergebnis haben wird. Dass es sehr vielen Wählerinnen und Wählern zu denken gibt. Insbesondere auch im Hinblick auf die Klimakrise, die ein möglicher Faktor war. Gekommen ist jedoch anders.
Bei der Wahltagsbefragung erhob das Sozialforschungsinstitut „Foresight“, welche Themen von den Wählerinnen und Wählern im Wahlkampf sehr stark diskutiert worden waren; sie also beschäftigten. Ergebnis: Umwelt- und Klimaschutz war alles in allem genauso wenig ein herausragendes Thema wie Ursachen und Folgen der Hochwasserkatastrophe. Auf ersteres entfielen 30 Prozent der Nennungen, auf zweiteres 28 Prozent.
Zwei Wählergruppen wichen stark davon ab: Für Grünen-Wählerinnen und -Wähler waren Umwelt- und Klimaschutz (73 Prozent) und die Hochwasserkatastrophe (42) die größten oder wichtigsten Themen. Für Freiheitliche waren sie nebensächlich. Bei ihnen entfielen nur 16 bzw. 23 Prozent der Nennungen darauf. Für sie blieben Zuwanderung (69 Prozent) und Teuerung (62) klar im Vordergrund.
