ZAHLEN ZUM TAG. In größeren Städten ist der Akademikeranteil zum Teil schon auf mehr als ein Drittel gestiegen.
Dass es in den Städten eher eine Mehrheit links der Mitte gibt und Rechtspopulisten einen ungleich schwereren Stand haben als in ländlichen Regionen, hat auch damit zu tun: Der Bildungsstand der Bevölkerung nach formalen Kriterien ist hier sehr hoch geworden über die Jahre.
Österreichweit belief sich der Anteil der 25- bis 64-Jährigen mit einem Hochschulabschluss 2024 auf 20 Prozent, also genau ein Fünftel. In den fünf größten Städten lag er darüber: In Graz, wo die KPÖ unter Führung von Bürgermeisterin Elke Kahr gerade triumphiert hat bei der Gemeinderatswahl, betrug er ebenso rund 35 Prozent wie in Innsbruck, wo es in den vergangenen Jahren einen grünen Bürgermeister gegeben hat (Georg Willi).
In Wien lag der Anteil bei 30 Prozent, in Salzburg bei 28 und in Linz bei 24 Prozent. Allein schon seit dem Jahr 2010 ist er damit überall um gut die Hälfte gestiegen. Wobei: Österreichweit hat er sich fast verdoppelt, ist er aber eben niedriger geblieben als in den Städten.
In Wien gibt es erhebliche Unterschiede nach Bezirken: In den bevölkerungsreichen Flächenbezirken Simmering, Floridsdorf und Favoriten betrug der Akademikeranteil 2024 weniger als 20 Prozent – in der Inneren Stadt sowie in der Josefstadt, am Alsergrund und in Währing hingegen über 50 Prozent. Für die FPÖ war hier bei der letzten Nationalratswahl vergleichsweise wenig zu holen – nämlich nur elf bis 15 Prozent. Insgesamt erreichte sie knapp 29 Prozent.
