Extrem niedrige Einbürgerungsquote

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ZAHLEN ZUM TAG. Österreich schaut weiterhin darauf, dass möglichst wenige Ausländer zu Inländern werden nach formalen Kriterien.

Die Einbürgerungspolitik europäischer Staaten bleibt konstant unterschiedlich. Darauf lassen Daten schließen, die „Eurostat“ für das Jahr 2024 veröffentlicht hat: In Schweden ist die Einbürgerungsquote mit Abstand am höchsten, in Österreich weit unterdurchschnittlich geblieben.

EU-weit wurden 2,7 Prozent aller ausländischen Staatsangehörigen eingebürgert, die zu Jahresbeginn verzeichnet worden waren. In Schweden handelte es sich um 7,6 und in Österreich nur um 0,7 Prozent. Das entspricht unter anderen auch dem Anteil in Ungarn. Allerdings: Dort ist der Ausländeranteil gering, hierzulande ist er vergleichsweise hoch.

Die extrem niedrige Einbürgerungsquote in Österreich ist das Ergebnis einer restriktiven Politik. Die Staatsbürgerschaft müsse man sich verdienen, heißt es, sie stehe am Ende einer erfolgreichen Integration. Der Haken: Viele pfeifen unter diesen Umständen darauf.

Mehr als zwei, drei Mal höher als in Österreich ist die Einbürgerungsquote 2024 unter anderem in der Schweiz (1,7 Prozent) geblieben, die nicht zu EU gehört, sowie in Deutschland. Dort betrug sie immerhin 2,4 Prozent.

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