An Korruption gewöhnt

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ZAHLEN ZUM TAG. 78 Prozent der Menschen in Österreich finden, dass die Nominierung hochrangiger Posten im öffentlichen Dienst stark politisiert ist.

Korruption ist der Missbrauch einer anvertrauten Position zum eigenen Nutzen oder Vorteil. Betrieben werden kann dies von Personen genauso wie von Organisationen, also etwa von Beamten oder auch Parteien.

In Österreich und vielen anderen Staaten gehört es aus Sicht der Bevölkerung zur Normalität. So haben hierzulande bei einer Eurobarometer-Befragung, deren Ergebnisse im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden, 78 Prozent angegeben, dass die Nominierung hochrangiger Posten im öffentlichen Dienst aus ihrer Sicht stark politisiert ist. Das waren mehr als EU-weit (74 Prozent).

Mit bis zu 90 Prozent nach Mitgliedsländern am meisten sahen eine starke Politisierung in Griechenland, Zypern und Kroatien. Am wenigsten taten es in Deutschland und den Niederlanden mit jeweils 62 sowie Dänemark mit 51 Prozent.

Man könnte auch sagen, unter anderem in Österreich hätten sich viele an Korruption gewöhnt. So erklärten hierzulande 68 Prozent, Bestechung oder die Nutzung von Beziehungen seien ein gängiges Mittel, um einen Posten in der öffentlichen Verwaltung zu erhalten. EU-weit taten dies mit 60 Prozent ebenfalls weniger bzw. in Griechenland zum Beispiel mit 88 Prozent viel mehr und in Dänemark mit 17 Prozent viel, viel weniger.

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