Immer mehr Volksschüler bleiben sitzen

BERICHT. Zahl seit 2010/11 um ein Fünftel gestiegen – Vor allem freiwillige Wiederholungen häufen sich.

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BERICHT. Zahl seit 2010/11 um ein Fünftel gestiegen – Vor allem freiwillige Wiederholungen häufen sich.

Während die Zahl der Volksschüler in den letzten Jahren unverändert geblieben ist, ist die der Kinder, die eine Klasse wiederholt haben, um ein Fünftel gestiegen. Das ist einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) gegenüber der Nationalratsabgeordneten Susanne Winter zu entnehmen.

Nach der ersten Volksschulklasse ist es grundsätzlich unabhängig von den Leistungsbeurteilungen möglich, aufzusteigen. Was geht, ist jedoch eine freiwillige Klassenwiederholung. Und das kommt immer öfter vor: Gab es 2010/11 österreichweit gerade einmal 512 entsprechende Fälle, so waren es im vergangenen Schuljahr immerhin 820. Das entsprach etwa einem Hundertstel aller Erstklässler.

Nicht nur freiwilliges Sitzenbleiben ist in den weiteren Schulstufen möglich. Heinisch-Hosek liefert Zahlen für die zweite und dritte Volksschulklasse; in beiden Fällen ist die Gesamtzahl der Wiederholungen seit 2010/11 um ein Fünftel auf 1008 bzw. 1201 gestiegen. Das entspricht einer Quote von eineinhalb Prozent aller Schüler der jeweiligen Schulstufe. Nur die Hälfte der Wiederholungen erfolgt freiwillig.

Auf die Gründe geht Heinisch-Hosek in der Anfragebeantwortung nur sehr allgemein ein und nennt etwa „die Aufholung eines Leistungsrückstandes, der ua. aus gesundheitlichen Gründen eingetreten ist“.

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