Generationenkonflikte

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ZAHLEN ZUM TAG. Was für die EU Priorität haben sollte: Jüngere finden eher Klima-, ältere Verteidigungspolitik.

Was ein Problem ist, ist nicht zuletzt eine Frage der Sichtweise. Diese ist von vielen Faktoren abhängig. Bei der jüngsten Eurobarometer-Befragung zur EU-Wahl Anfang Juni wurden in Österreich 1010 Personen gebeten, mitzuteilen, auf welche Herausforderung sich die EU „zuerst“ konzentrieren sollte, um ihre Position in der Welt zu stärken. Vorgegeben wurde eine Liste. Am häufigsten, nämlich von 13 Prozent, genannt wurden Energieversorgung und Ressourcen, gefolgt von Wettbewerbsfähigkeit (elf Prozent), Verteidigung und Sicherheit, Ernährungssicherheit und Landwirtschaft sowie Maßnahmen gegen den Klimawandel (jeweils zehn Prozent).

Auffallend: Zum Teil gibt es extreme Unterschiede nach Alter. Zwei Beispiele: Jüngere würden eher Klimapolitik, Ältere Verteidigungspolitik Priorität einräumen. Siehe Grafik: Bei bis 24-Jährigen entfielen 19 Prozent der Nennungen auf Maßnahmen gegen den Klimawandel. Bei Älteren handelte es sich um zehn bzw. bei ab 40-Jährigen überhaupt nur um acht Prozent, also nicht einmal halb so viele.

Bei Verteidigung und Sicherheit verhält es sich umgekehrt: Nur zwei Prozent der bis 24-Jährigen finden, dass die EU Fragen dazu erste Priorität einräumen sollte. Bei 25- bis 39-Jährigen sind es acht, bei 40- bis 54-Jährigen zwölf, bei ab 55-Jährigen 13 Prozent.

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