Wirtschaft: Zweite Welle weniger heftig

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BERICHT. Echtzeitindikatoren der Nationalbank lassen Hoffnung aufkommen: Lkw-Fahrleistung ist im Lockdown sogar gestiegen.

Die Kurven zeigen es eindrucksvoll: Der Lockdown im Frühjahr ist wirtschaftlich voll eingeschlagen, das BIP ging im Vergleich zu 2019 um ein Viertel zurück, die Zahl der Arbeitslosen stieg um über 80 Prozent und die LKW-Fahrleistung ist fast um ein Drittel eingebrochen. Das Land ist beinahe zum Stillstand gekommen.

Echtzeitindikatoren, die die Nationalbank erfasst, lassen nun Hoffnung aufkommen: Der „weiche“ und der „harte“ Lockdown ab Anfang bzw. Mitte November trafen viele Menschen, die Auswirkungen könnten jedoch ungleich kleiner ausfallen als im Frühjahr.

Wobei man vorsichtig sein muss: In der ersten Monatshälfte ist die Wirtschaftsleistung um 7,1 Prozent und dann, unmittelbar nach Inkfrafttreten des harten Lockdowns, um 8,4 Prozent zurückgegangen. Hier ist der Absturz laut Nationalbank abgebremst worden; und zwar durch einen deutlich erhöhten Privatkonsum unmittelbar vor Schließung der Geschäfte. Aussagekräftiger werden die Daten für die folgenden Wochen, die die Nationalbank Mitte Dezember veröffentlichen wird.

Was dennoch bemerkenswert ist: Ganz Europa steckt schon länger in einer zweiten Welle; da und dort ist sie zudem schon soweit abgeklungen, dass erste Lockerungen vorgenommen werden – und die LKW-Fahrleistung in Österreich ist im gesamten Herbst bisher nicht kleiner gewesen als vor einem Jahr, sondern zum Teil sogar größer; in der Woche vom 16. bis zum 22. November sogar um 2,6 Prozent. Das ist ein Hinweis darauf, dass Produktion und Handel weiterhin überraschend robust sind.

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