Jugend ohne Job

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BERICHT. Arbeitslosenquote beträgt in der Europäischen Union bis zu 40,7 Prozent. Österreich liegt deutlich weniger schlecht.

Wirtschaftlich macht die Krise vor allem auch Jungen zu schaffen: Schwerpunkt der Arbeitsmarktpolitik ist international die Erhaltung von Jobs. Dazu dient etwa die Kurzarbeit. Sie hat vielen geholfen. Auf der anderen Seite entstehen aber zu wenig neue Jobs. Das bekommen ganz besonders Einsteiger, also Junge zu spüren. Die Folge: Die ohnehin schon extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist in den vergangenen Monaten weiter gestiegen.

Im EU-Raum lag die Gesamtarbeitslosenquote nach internationaler Definition Ende 2020 bei 7,5 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit war mit 17,8 Prozent mehr als doppelt so hoch. Wobei die Unterschiede groß sind: In Deutschland lag die Quote bei den Jungen bei 6,1 Prozent. Im Jahresvergleich ist sie damit um einen halben Prozentpunkt gestiegen. Das Land steht damit am besten bzw. am wenigsten schlecht da.

In Österreich ist die Jugendarbeitslosigkeit mit elf Prozent zwar fast zweimal größer als in Deutschland – in 22 von 27 EU-Mitgliedsländern ist sie aber noch höher; zum Teil sogar deutlich. An der negativen Spitze liegt Spanien mit einer Quote von 40,7 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte sie dort 30,3 Prozent betragen. Auch in Griechenland (35 Prozent) und Italien (29,7 Prozent) ist die Jugendarbeitslosigkeit exorbitant. In Österreich ist die Quote im Krisenjahr von 8,8 auf die erwähnten elf Prozent gestiegen.

Für die Berechnung der Arbeitslosigkeit gibt es eine nationale und eine internationale Definition. Nach nationaler ist die Quote höher. Details zur Definition hat die Statistik Austria her ausgeführt.

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