„Geringfügige“ sind die größten Verliererinnen

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ANALYSE. Die Zahl der Beschäftigten ist in der Krise gesunken. Davon betroffen sind ganz besonderes geringfügig Beschäftigte bzw. zum größeren Teil Frauen.

In der Coronakrise ist die Zahl der Arbeitslosen gestiegen und die der Beschäftigten gesunken. Wobei man differenzieren muss: Die Zahl aller unselbstständig Beschäftigten ist um wenige Prozentpunkte zurückgegangen. Sie haben von der Kurzarbeit profitiert. Anders schaut es bei geringfügig Beschäftigten aus. Das sind Leute, die weniger als 460,66 Euro pro Monat verdienen. Für sie gibt es keine Kurzarbeit. Sie haben ihren Job viel eher verloren. Konkret: Im Mai gab es laut AMS-Datenbank um 50.245 weniger geringfügig Beschäftigte als im Vorjahr (rund 380.000). Im April war der Einbruch größer; da waren es sogar um 81.019 weniger als im Jahr davor (376.000).

Im Mai gab es insgesamt knapp 330.000 geringfügig Beschäftigte. Ein Drittel waren Männer, zwei Drittel Frauen; bei ihnen war der Rückgang im Übrigen um mehr als die Hälfte größer. Für Frauen ist eine geringfügige oftmals die einzige Beschäftigungsform, die neben familiären Betreuungspflichten möglich ist.

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