Frauen: Mit 30 ist die Karriere zu Ende

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ZAHLEN ZUM TAG. Bei Jüngeren sind die Einkommensunterschiede nach Geschlecht weniger groß. Schnell wachsen sie jedoch und bleiben ein Leben lang ziemlich konstant.

Der Jahresnettobezug von Frauen ist mit 18.722 Euro um 31 Prozent niedriger als der von Männern (27.080 Euro). Das ist einer Publikation zur Lohnsteuerstatistik 2019 zu entnehmen, die von der Statistik Austria erstellt worden ist. Darin erfasst sind alle lohnsteuerpflichtigen, also unselbstständig Beschäftigten sowie Pensionistinnen und Pensionisten. Die Beträge bringen den Median zum Ausdruck.

Die Einkommensschere ist jedoch altersabhängig. Zugespitzt formuliert: Mit 30 ist das Thame Karriere für Frauen erledigt. Die Schere geht schon in jungen Jahren auf und bleibt dann bald recht konstant bei einem Unterschied von einem Drittel. Die Gründe dafür sind naheliegend: Jugendliche Frauen tendieren noch immer zu wenigen, schlechter bezahlten Lehrberufen. Bei unter 19-Jährigen liegt ihr Medianbezug mit 7502 Euro um 22 Prozent unter dem der Männer (9580 Euro).

In weiterer Folge, wenn auch Matura- und Hochschulabsolventinnen in die Karriere starten, ist der Unterschied am kleinsten: Bei 19 bis 25-Jährigen verdienen Frauen um 15 Prozent weniger als Männer, bei 26- bis 30-Jährigen um 18 Prozent weniger.

Ab 30 geht es in vielen Fällen an die Gründung einer Familie mit Kindern. Frauen von 31 bis 40 verdienen um 34 Prozent weniger als Männer, in der Gruppe der 51- bis 55-Jährigen ist der Unterschied mit 30 Prozent noch einmal etwas weniger groß. Im Pensionsalter ab 60 beträgt der Nachteil der Frauen wieder bis zu 37 Prozent.

Die Statistik berücksichtigt Voll- und Teilzeitbeschäftigte. Bei Männern ist der Anteil der Teilzeitbeschäftigten durchwegs sehr gering, bei Frauen ist er zum Teil größer als der der Vollzeitbeschäftigten. Anders sind „Beruf und Familie“ schwer bis unmöglich vereinbar.

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