Auch Kurzarbeit trifft eher Jüngere

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BERICHT. Im Frühjahr haben überdurchschnittlich viele unter 25-Jährige weniger verdient.

Zumindest wirtschaftlich trifft die Coronakrise vor allem Jüngere am härtesten: Weil der Fokus eher darauf liegt, Beschäftigung zu halten, ist ein Karrierestart schwer bis unmöglich. Zweitens: Zunächst hat sich die Arbeitslosenquote bei unter 25-Jährigen mehr als verdoppelt. Im April war sie in der Altersgruppe um 111 Prozent höher als vor einem Jahr. Insgesamt belief sich die Zuwachsrate auf 75 Prozent.

Und drittens: Wie einer aktuellen Sonderauswertung des Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kurzarbeit im April zu entnehmen ist, gab es auch hier große Unterschiede. Während mit 28 bzw. 29 Prozent ähnlich viele unselbstständig beschäftigte Frauen und Männer davon betroffen waren, schaute es nach Altersgruppen ganz anders aus: In Kurzarbeit waren 38 Prozent der unter 25-Jährigen. Das waren überdurchschnittlich viele: Bei 25- bis 49-Jährigen handelte es sich um 30 Prozent, bei ab 50-Jährigen um 24 Prozent, also ziemlich genau ein Viertel.

Kurzarbeit geht mit einem Einkommensverlust einher. Es gibt zwar nicht nur gut 55 Prozent des letzten Nettoeinkommens wie im Falle einer Arbeitslosigkeit, mit 80 bis 90 Prozent aber eben auch keine 100 Prozent. Was bei Jüngeren insofern ein größeres Problem ist, als sie ohnehin schon weniger verdienen.

Großen Einfluss auf die „Kurzarbeitsquote“ hat die Branche, in der eine Person beschäftigt ist: Im Gesundheits- und Sozialwesen war der Anteil mit 20 Prozent im April wenig überraschend am niedrigsten. Im Baugewerbe handelte es ich um 32 Prozent, im Handel um 47 Prozent – und im Tourismus, der vorübergehend stillgelegt war, gar um 81 Prozent.

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