Erster Tag mit mehr als 15.000 Tests

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BERICHT. Kanzler kommt dem Ziel nach einem halben Jahr allmählich nahe. Wobei ihm vor allem Wien behilflich ist.

15.000 COVID-19-Tests pro Tag hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im März angekündigt. Diesem Ziel könnte er nach einem halben Jahr allmählich nahe kommen. In den 24. Stunden bis zum 2. September, acht Uhr, gab es österreichweit erstmals mehr als 15.000 Tests, die nicht ausdrücklich auf eine Datenkorrektur zurückzuführen waren. Laut Website des Gesundheitsministeriums handelte es sich um 17.411. Freilich: Möglich bleibt, dass ein Teil davon schon früher stattgefunden hat.

Zwei Mal waren im Frühjahr und im Sommer außerordentlich viel Tests ausgewiesen worden. Anfang April rund 36.000 und im Juli knapp 50.000. Zum größten Teil resultierten diese Werte allerdings aus Korrekturen. Es war zur Nachmeldung quasi vergessener Tests gekommen.

Pikant: Ausgerechnet Wien, das von türkisen Regierungsvertretern wie Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) zumindest im Frühjahr kritisiert worden war, weist nicht nur die meisten Neuinfektionen, sondern auch die mit Abstand meisten Tests aus. Zuletzt waren es 4000 bis 5000 pro Tag. Wären auch die übrigen Bundesländer so aktiv, wären wohl auch durchschnittlich mehr als 15.000 Tests pro Tag schon erreicht.

Weit entfernt blieb Österreich vom Ziel, das Kurz gemeinsam mit Fachministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und den Worten, es handle sich um ein „herausragendes Konzept“, vor dem Sommer präsentiert hat. Demnach sollte es zusätzlich noch bis zu 65.000 Tests pro Woche allein im Tourismus geben. In Summe hätte das auf rund 24.000 pro Tag hinauslaufen müssen.

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