ÖBB-Beamte gehen noch mit 52,9 in Frühpension

BERICHT. Verkehrsminister Stöger gibt sich über die Entwicklungen allerdings zufrieden.

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BERICHT. Verkehrsminister Stöger gibt sich über die Entwicklungen allerdings zufrieden.

Mit 54,2 Jahren sind ÖBB-Beamte im vergangenen Jahr durchschnittlich in Pension gegangen. Wobei dies vier von fünf „krankheitsbedingt“ getan haben. Das zeigt eine parlamentarische Anfragebeantwortung von Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ); er ist über die Entwicklungen zufrieden.

Altersbedingt in den Ruhestand übergetreten sind lediglich 99 Eisenbahner. Und zwar mit durchschnittlich 59,4 Jahren. Die Masse, 410 nämlich, verabschiedete sich mit gerade einmal 52,9 Jahren aus dem Dienst. Unterm Strich ergibt sich daraus der Schnitt von 54,2 Jahren.

Verkehrsminister Stöger relativiert diese Zahlen in seiner Anfragebeantwortung: Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter liege „nur knapp“ unter dem ASVG-Wert; dieser ist mit 60,7 um mehr als ein Jahr höher. Bei den durchschnittlichen krankheitsbedingten Ruhestandsversetzungen liege man bei der Bahn bereits über dem „vergleichbaren“ ASVG-Wert für Invaliditäts- Berufsunfähigkeitspensionen (51,6 Jahre). Was er verschweigt ist jedoch, dass nicht vier von fünf Arbeitern und Angestellten eine solche in Anspruch nehmen, wie es Eisenbahner ganz offensichtlich tun.

„Aufseiten des Unternehmens werden erfolgreich Maßnahmen gesetzt, um ältere MitarbeiterInnen länger und gesünder in Beschäftigung zu halten. Im von der gegenständlichen Anfrage angesprochenen Zeitraum 2008 bis 2014 konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2001 bis 2007 die Anzahl der krankheitsbedingten Ruhestandsversetzungen um rund 46 Prozent gesenkt werden“, betont Stöger außerdem, vergisst allerdings, anzumerken, dass auch die Zahl der ÖBB-Beamten seit 2008 um ein Fünftel gesunken ist. Außerdem zeichnet sich Insgesamt noch kein dauerhafter Anstieg des ÖBB-Pensionsalters ab. 2008 war es zwar um zwei Jahre niedriger als im Vorjahr, 2011 mit 54,3 jedoch schon etwas höher.

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