ZAHLEN ZUM TAG. In sicherheitspolitisch turbulenten Zeiten tendieren die Österreicher verstärkt dazu, maximale Zurückhaltung zu propagieren.
Bei den Befragungsergebnissen zu Einstellungen zur Außen- und Sicherheitspolitik hat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) jüngst den Fokus auf Neutralität und Wehrpflicht gelegt bzw. den Hinweis, dass sich gut drei Viertel der Österreicher zu beidem bekennen. Daneben gib es aber noch viel mehr, was erwähnenswert erscheint.
Zum Beispiel: Bei den Befragungen, die 2023, 2024 und heuer im Auftrag des Verteidigungsministeriums durchgeführt worden sind, zeigt sich, dass die Österreicher in sicherheitspolitisch turbulenten Zeiten verstärkt dazu tendieren, maximale Zurückhaltung zu propagieren.
Genauer: Mehr und mehr Menschen stimmen der Aussage zu, dass Österreich seine Interessen am besten dadurch wahrt, dass es sich nicht in die Angelegenheit anderer Staaten einmischt. Vor zwei Jahren fanden das 55 Prozent, im vergangenen Jahr 57 Prozent und heuer 60 Prozent von immerhin 1500 Befragten.
Konsequenterweise erklären mit 51 Prozent auch mehr als bisher, dass Österreich für seine Sicherheit alleine sorgen sollte. Auf der anderen Seite findet nur eine Minderheit von 47 Prozent, dass es eine aktivere Rolle in der EU spielen sollte; und gar nur 30 Prozent, dass es sich in der Weltpolitik mehr engagieren sollte.
