Regierungsinserate: Schelling löste Faymann ab

ZAHLEN ZUM TAG. Finanzministerium gab im 3. Quartal 2016 mit Abstand am meisten für Werbung in Boulevardmedien aus. 

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ZAHLEN ZUM TAG. Finanzministerium gab im 3. Quartal 2016 mit Abstand am meisten für Werbung in Boulevardmedien aus.

Vor allem die Boulevardzeitungen bekamen den Wechsel an der Regierungsspitze zu spüren: Hatte das Kanzleramt unter Werner Faymann (SPÖ) im 3. Quartal 2015 noch summa summarum 453.726 Euro für Inserate in Heute, Krone und Österreich (inkl. Beilagen und Onlineangebote) ausgegeben, so waren es unter seinem Nachfolger Christian Kern (SPÖ) im 3. Quartal 2016 nur noch 180.578 Euro. Also nicht einmal halb so viel. Kern ist jedoch nicht das einzige Regierungsmitglied. Das eine oder andere hat Steigerungen zu verantworten. Insgesamt sank das Volumen in den drei Zeitungen daher lediglich von 1,8 auf 1,6 Millionen Euro.

Als Werbekrösus abgelöst hat Faymann nicht sein Nachfolger, sondern Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP): Sein Ressort hat das Inseratenvolumen in diesen Boulevardmedien von 104.000 auf 488.000 Euro beinahe vervierfacht – und damit letzten Endes auch das Kanzleramt zu Alt-Kanzlers Zeiten übertroffen. Davon profitiert haben vor allem die Krone und Österreich mit jeweils rund 200.000 Euro.

Zweitwichtigster Inserent nach dem Finanzministerium ist für die drei Titel indes das Außenministerium geblieben; unter Sebastian Kurz brachte es im 3. Quartal 2016 immerhin 222.000 Euro zusammen.

Auffallend ist, dass es bei einigen Ressorts zu massiven Kürzungen kam: Verteidigung, Verkehr, Inneres und Bildung wenden weniger für Inserate in Krone, Heute und Österreich auf. Familien, Gesundheit und vor allem das Sozialministerium dagegen zum Teil erheblich mehr. Letzteres kam im 3. Quartal 2016 auf 169.00 Euro.

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