Zahl der Arbeiter steigt wieder

BERICHT. Zu glauben, die Gruppe derer, die es eher zu den Freiheitlichen zieht, werde kleiner, ist ein Irrtum. 

-

BERICHT. Zu glauben, die Gruppe derer, die es eher zu den Freiheitlichen zieht, werde kleiner, ist ein Irrtum.

Arbeiter wählen blau: Bei der Nationalratswahl erreichte die FPÖ in dieser Gruppe 33 Prozent – und damit weit mehr als ÖVP (18) und SPÖ (14), geschweige denn Grüne (fünf) und NEOS (drei Prozent). Und bei der ersten Stichwahl für das Amt des Bundespräsidenten im heurigen Frühjahr schaffte Norbert Gerwald Hofer hier gar 86 Prozent, während sich Alexander Van der Bellen mit 14 Prozent begnügen musste. Das zeigen die Analysen des Sozialforschungsinstituts SORA.

Zu glauben, die Gruppe werde kleiner, ist ein Irrtum; das Gegenteil ist der Fall, womit ihr auch als Polit-Faktor entscheidendes Gewicht zukommt: „Arbeiter“ mögen nicht mehr gängigen Klischees entsprechen und immer seltener in blauen Overalls in Werkstätten anzutreffen sein. Ihre Zahl steigt jedoch, wie die Statistik der Sozialversicherungsanstalt zeigt: Ist sie bis zur Mitte der 2000er Jahre leicht gesunken, so hat sie in den vergangenen zehn Jahren wieder von 1,277 auf 1,336 Millionen zugenommen. Insgesamt gibt es etwa dreieinhalb Millionen Beschäftigte, zwei Millionen davon sind Angestellte, alle übrigen Beamte.

Die meisten Arbeiter (rund 350.000) sind nach wie vor in der Industrie tätig („Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren“). 180.000 sind auf dem Bau, 170.000 in der Gastronomie beschäftigt.

Könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Your email address will not be published.