Wien: Rot-blauer Wählertausch fortgesetzt

ZAHLEN ZUR WAHL (1/2). SPÖ und ÖVP trennen nur noch sieben Prozentpunkte – und damit so wenig wie noch nie. 

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ZAHLEN ZUR WAHL (1/2). SPÖ und ÖVP trennen nur noch sieben Prozentpunkte – und damit so wenig wie noch nie.

Verliert die SPÖ, gewinnt die FPÖ, gewinnt die SPÖ, verliert die FPÖ: Seit fast 30 Jahren ist dieses Phänomen bei Wahlen in Österreich feststellbar. In Wien ist das nicht anders.

Als Jörg Haider 1986 die bundespolitische Bühne betrat, begannen für die Sozialdemokraten schwere Zeiten: Ja, sie scheinen gar die Kontrolle über ihr Schicksal verloren zu haben. Seither ist es jedenfalls so, dass ihre Wahlergebnisse vom Zustand der Freiheitlichen abhängen. Geändert hat sich einzig, dass diese seit 2005 von Heinz-Christian Strache geführt werden.

Bei Wiener Gemeinderatswahlen kletterten die Freiheitlichen von 1987 bis 1996 von 9,7 auf 27,9 Prozent, während die Sozialdemokarten von 54,9 auf 39,2 Prozent abstürzten. Der Abstand betrug also nur noch 11,3 Prozent. Was folgte, war eine FPÖ-Krise im Zuge der Regierungsbeteiligung auf Bundesebene. Mit deren Ende kam’s wieder zu einer Trendwende. Seit 2005 ist die FPÖ von 14,8 auf 32,2 Prozent gestiegen – und die SPÖ von 49,1 auf 39,4 Prozent geschrumpft. Der Abstand beträgt damit nur noch gut sieben Prozentpunkte.

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