Wer der SPÖ davonläuft

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ANALYSE. Gegenüber der Nationalratswahl 2013 hat die SPÖ besonders Frauen, Jüngere, Angestellte und höher Gebildete verloren.

Wo steht die SPÖ, wer wählt sie noch, wer läuft ihr davon? Gestützte Antworten darauf sind nicht ganz einfach. Am ehesten erhält man eine Ahnung, wenn man die Nationalratswahlergebnisse 2013 und 2019 bzw. die zugehörigen SORA-Wahltagsbefragungen miteinander vergleicht.

Ergebnis: Verluste setzte es für die Sozialdemokratie ganz besonders bei Frauen, Jüngeren, Angestellten und höher Gebildeten. Was insofern bemerkenswert ist, als diese Gruppen ja ziemlich gut zusammenpassen: Höher gebildet nach formalen Kriterien sind eher Frauen und Jüngere; und wenn sie unselbstständig beschäftigt sind, dann wohl überwiegend als Angestellte.

Doch zu den Zahlen: Der Gesamt-Stimmenanteil der SPÖ ist von 2013 auf 2019 um ein Fünftel auf 21,2 Prozent zurückgegangen. Der Stimmenanteil bei den Frauen allein ist jedoch um ein Viertel, bei bis 29-Jährigen sowie Angestellten um knapp und bei Uni-Absolventen um mehr als ein Drittel gesunken.

Wobei die Ausgangslagen natürlich sehr unterschiedlich waren: Ursprünglich war die SPÖ bei Frauen wesentlich erfolgreicher als bei Männern; 2019 hat sich das jedoch ausgeglichen. Bei Jüngeren und Akademikern war sie immer relativ schwach – und musste sie nun nur noch mit 14 bzw. neun Prozent begnügen.

Umgekehrt stellt sich natürlich die Frage: Bei wem kommt die SPÖ noch an? Bei ab 60-Jährigen, (bzw.) Pensionisten und Leuten, die nicht über einen Pflichtschulabschluss hinausgekommen sind, ist sie bei der Nationalratswahl im vergangenen Herbst durchwegs über 30 Prozent geblieben.

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