Von wegen Vollbeschäftigung

ZAHLEN ZUM TAG. Kanzler Kern will 200.000 zusätzliche Jobs schaffen. Damit bleiben noch immer mehr als 200.000 Arbeitslose übrig.

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ZAHLEN ZUM TAG. Kanzler Kern will 200.000 zusätzliche Jobs schaffen. Damit bleiben noch immer mehr als 200.000 Arbeitslose übrig.

Vollbeschäftigung anzukündigen ist mutig; doch Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) will ja sogenannte „Moonshots“ setzen, wie er in seiner Grundsatzrede in der Welser Messehalle angekündigt hat. Die 200.000 zusätzlichen Jobs, die Kern in den kommenden vier Jahren schaffen will, werden zur Zielerreichung jedoch nie und nimmer ausreichen. Dazu werden noch viel mehr nötig sein.

Das zeigt ein Blick in die AMS-Statistik: Im vergangenen Dezember gab es in Österreich 410.429 Arbeitslose. In den Sommermonaten werden zwar viele von ihnen zumindest vorübergehend wieder eine Stelle haben, doch davon haben sie derzeit nichts. Die große Zahl ist im Übrigen umso bemerkenswerter, als auch die der Beschäftigten verhältnismäßig groß ist. Für den vergangenen Dezember liegt sie noch nicht vor, 2015 betrugt sie 3,51 Millionen; damit ist sie seit 2008 um immerhin 170.000 gestiegen.

Nun kann man davon ausgehen, dass das Arbeitskräfteangebot aufgrund der Zuwanderung weiter zunehmen wird. Das bedeutet, dass selbst dann, wenn 200.000 zusätzliche Jobs geschaffen werden, die Arbeitslosigkeit ein Problem bleiben wird.

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